Auch in Deutschland zählen viele Liebhaber jedes Jahr gerne die Vögel in ihrem Garten. Zusammengenommen vermitteln diese Zählungen ein gutes Bild über den Zustand des deutschen Vogelbestandes. Welche Vögel wurden am Wochenende vom 10. bis 12. Mai 2019 in Deutschland am häufigsten gezählt?
In Deutschland organisieren der Naturschutzbund Deutschland und der Landesbund für Vogelschutz seit 2005 jährlich eine nationale Vogelzählung unter dem Namen Die Stunde Der Gartenvögel. Die Ausgabe vom Mai 2019 brach alle Rekorde: Mehr als 76.000 Teilnehmer konnten in 51.400 Gärten fast 1,7 Millionen Vögel zählen. Dennoch war der Durchschnitt pro Garten, nämlich 32 Vögel, niedriger als der von 2018. Von einem deutlichen Abwärtstrend können wir nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland noch nicht sprechen.
Haus- und Feldsperling machen Fortschritte
Bis 2018 ging die Zahl der gezählten Haussperlinge zurück, aber bereits 2018 erlebte die Art mit +2% eine leichte Belebung und landete damit auf Platz eins. Im Jahr 2019 stieg die Zahl der Haussperlinge um nicht weniger als 7% und er erzielte damit mit durchschnittlich 5,34 Exemplaren pro Garten das beste Ergebnis aller Zeiten. Unter den gezählten Gartenvögeln in Deutschland ist er unangefochtener Spitzenreiter. Sein Neffe, der Feldsperling, wurde ebenfalls um 8% mehr gesichtet als 2018. Dies ist eine sehr gute Nachricht für beide Arten, nach Jahrzehnten des Rückgangs.
Amseln und reine Insektenfresser haben es schwer
Auf Platz zwei steht die Amsel noch immer in Deutschland, aber leider hat dieser Vogel seinen ständigen Rückgang fortgesetzt. Die Art wurde 11% weniger gezählt als 2018 und erreichte damit das schlechteste Ergebnis aller Zeiten: 2,93 Vögel pro Garten. Der Rückgang ist besonders in den Gebieten stark, in denen das Usutu-Virus 2018 erstmals nachgewiesen wurde. Dieses Virus hat in den vergangenen Jahren unter den Amseln sein Unwesen getrieben. Lichtblick: Die Amsel wurde in der größten Anzahl von Gärten gesichtet, nämlich in 91,45% der Gärten.
Auch die Gartenvögel, die nur Insekten fressen, wurden hart getroffen. Sechs der neun häufigsten Arten wurden deutlich weniger gezählt. Besonders dramatisch ist, dass die Teilnehmer seit 2005 immer weniger Mauersegler, mit 7% weniger pro Jahr, sowie weniger Rauchschwalben (-5% pro Jahr) und Hausrotschwänze (-4% pro Jahr) zählen. Auch die Mönchsgrasmücke, der Zilpzalp und der Zaunkönig kommen in den Gärten deutlich seltener vor.
Die Kohlmeise ist auf dem Wege der Besserung
2019 stand die Kohlmeise mit einer Steigerung von gut 10% gegenüber 2018 immer auf dem dritten Platz. Auch dieser Vogel wurde im Durchschnitt nur 2,85 mal pro Garten gesichtet, aber in 83,42% der Gärten. Die folgenden Vogelarten vervollständigen die Top 10, gezählt während der Stunde Der Gartenvögel, von vier bis zehn: der Star, der Feldsperling, die Blaumeise, die Elster und die Ringeltaube, der Grünling und der Buchfink.
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